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Shida Bazyar

Preisträgerin Shida Bazyar

Linda Deutsch

Shida Bazyar hat mit dem Roman „Die Lücken“ (Kiepenheuer & Witsch) den Deutschen Buchpreis 2026 gewonnen. 

Roman gegen Gleichgültigkeit

In dem Roman reflektiert sie anhand einzelner Figurenschicksale fast 100 Jahre ambivalenten deutschen Lebens. „Es waren Nachbarn, die zusahen, wie jüdische Menschen aus den Straßen verschwanden. Es sind Nachbarn, die Entscheidungen treffen, ob Menschen mit Migrationsgeschichte sich zu Hause fühlen“, so die Jury in ihrer Begründung. „Die Autorin wählt überzeugende literarische Strategien: Der Blick einer toten Erzählerin und die kaleidoskopische Struktur des Textes ermöglichen es, zwischen den Zeiten zu springen sowie Nähe und Distanz zu erzeugen. Auch die enge Verbindung von fiktiven und dokumentarischen Elementen, von erfundenen und historischen Figuren, die selbst eine Stimme bekommen, erzeugen den starken Nachhall des Textes. Ein Roman gegen Gleichgültigkeit.“ 

Junge Shortlist

Für die Auszeichnung war auch der österreichische Autor Elias Hirschl mit seinem Roman „Schleifen“  (Zsolnay) nominiert, weiters standen mit Franziska Gänsler („Orca“, Kein & Aber), Valeria Gordeev („Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“, S. Fischer), Peggy Mädler („Selbstregulierung des Herzens“, Galiani Berlin) und Dana Vowinckel („Anton und Alma“, Suhrkamp) viele junge literarische Stimmen auf der Shortlist. Shida Bazyar erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro, die fünf Finalist:innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung fand am 5. Oktober 2026 im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. 

Mit dem Deutschen Buchpreis 2026 zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. 

Deutscher Buchpreis