Am 19. Oktober 2026 feierte das Netzwerk „Was steht da?“ sein fünfjähriges Bestehen in der Hauptbücherei am Gürtel. Das Netzwerk umfasst mittlerweile knapp 70 Partnerorganisationen aus verschiedenen Bereichen, darunter der Büchereiverband Österreichs.
Beim diesjährigen Netzwerktreffen standen die Bibliotheken und ihre Angebote im Mittelpunkt. Magdalena Schneider, Leiterin der Hauptbücherei Wien, stellte die Leseförderungsangebote der Büchereien Wien vor. BVÖ-Geschäftsführerin Ursula Liebmann präsentierte die Angebote des Büchereiverbandes Österreichs und die Beiträge der öffentlichen Bibliotheken zur frühen Leseförderung.
Lesen braucht Vorbilder
Der Kinderbuchautor Heinz Janisch setzte einen Impuls über das Spiel mit der Sprache und das Eintauchen in ein „Wolkenkino für alle“. Videogrußworte übermittelten Bildungsminister Christoph Wiederkehr und die Wiener Bildungsstadträtin Bettina Emmerling.
Bei einer Podiumsdiskussion mit Astrid Wirth (Universität Wien), Birgit Wenty (Frühe Hilfen Wien) und Barbara Buchegger (Saferinternet.at), moderiert von Christiana Nöstlinger, standen analoge und digitale Medien in der frühen Leseförderung im Mittelpunkt.
Eine zentrale Erkenntnis: Kinder orientieren sich am Medienverhalten der Erwachsenen. Wer die Freude am Lesen vermitteln möchte, sollte deshalb als Vorbild wirken und bewusst Zeit für gemeinsames Vorlesen schaffen. Um Familien früh mit Büchern zu erreichen, wurde zudem die Zusammenarbeit mit dem Sozial- und Gesundheitsbereich betont.
Gemeinsam für Leseförderung
Seit 2021 hat „Was steht da?“ zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht. Dazu zählen die Initiative „Warum wir vorlesen“, Fortbildungsangebote und die mehrsprachige Ausgabe des Bilderbuchs „Jeden Morgen um 10“.
Das Treffen fand in der Woche statt, in der Christine Nöstlinger 90 Jahre alt geworden wäre. Es unterstrich die Bedeutung organisationsübergreifender Zusammenarbeit für nachhaltige Leseförderung. Bibliotheken leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie Kindern und Familien den Zugang zu Büchern eröffnen und die Lesefreude stärken.
„Was steht da?“ ist eine Initiative von Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik und „The Things We Learn“.