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Radiopreise Jänner 2026

Gruppenfoto von der Preisverleihung

Michaela Obermair

Eröffnet wurde der Abend von Heinz Fischer, Bundespräsident a. D. und Präsident des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen. Er lud ein, den Preis als Anlass zu nehmen, gemeinsam für eine Kultur des lebensbegleitenden Lernens einzutreten, „in der Medien und Bildung Hand in Hand gehen, um Orientierung zu geben, Teilhabe zu ermöglichen und die Demokratie zu stärken“.

In ihren Grußworten hob Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner die Rolle von Erwachsenenbildung für die Demokratie hervor: „Gerade in Zeiten von Desinformation und wachsender Wissenschaftsfeindlichkeit leisten Erwachsenenbildung und qualitätsvoller Journalismus einen unverzichtbaren Beitrag für eine informierte und kritische Gesellschaft.“

Die afghanische Diplomatin, Autorin und Journalistin Manizha Bakhtari machte in ihrer Preisrede eindringlich auf die globale Bedeutung von Bildung und Medien aufmerksam: „Bildung ist kein Privileg – sie ist eine Notwendigkeit! Erwachsenenbildung und Bildungsmedien ermächtigen Menschen, geben ihnen Würde und öffnen Türen für Partizipation, Hoffnung und Widerstandsfähigkeit.“

John Evers, Sprecher der Jury und Vorsitzender der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ), betonte: „Die ausgezeichneten Sendungen zeigen, wie Radio komplexe Themen verständlich macht, Orientierung bietet und Menschen befähigt, sich aktiv mit gesellschaftlichem Wandel auseinanderzusetzen.“

Die ausgezeichneten Produktionen

Die Radiopreise der Erwachsenenbildung 2025 gingen an folgende Produktionen: 

  • In der Kategorie Literatur, Kultur und Kunst wurde der Ö1-Radiokolleg-Beitrag „Das Absurde“ ausgezeichnet.
  • Der Eduard-Ploier-Preis für ökonomische, demokratische und politische Bildung ging an die Ö1-Sendereihe „Es war ein kämpferisches Leben“.
  • In der Kategorie Wissenschaftsvermittlung, -kommunikation, technische Bildung und Digitalisierung wurde „Einfach erklärt – der Wissenspodcast in einfacher Sprache“ (Inklusive Lehrredaktion / FM4 / Ö1 Campus Radio) prämiert.
  • Der Preis in der Kategorie Nachhaltigkeit und Zukunftskompetenzen ging an „Kein Zurück: Fürs Klima ins Gefängnis“ aus der Sendereihe „Hörfeld“ von Radio Radieschen.
  • In der Kategorie Menschenrechte und Gesellschaft zeichnete die Jury zwei Beiträge aus: „Im Gespräch: Francesca Albanese“ (Ö1) sowie „Netzwerk Vöcklabruck gegen Gewalt“ vom Freien Radio Salzkammergut.

Der Radiopreis wird von zehn Verbänden der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) gestiftet, darunter der Büchereiverband Österreichs.

Radiopreis der Erwachsenenbildung