Bereits die Eröffnung machte deutlich, wie stark Bibliotheken heute als Orte gesellschaftlicher Orientierung verstanden werden und dass Medien- und Informationskompetenz Grundvoraussetzungen für eine demokratische Gesellschaft sind. In der Festrede von Aljoscha Buchardt ging es um Künstliche Intelligenz (KI) und deren Auswirkungen auf den Alltag.
KI, Medienkompetenz und Zukunftsfragen
Der Umgang mit KI wurde auch an den Folgetagen in vielen Vorträgen, Panels und Arbeitssitzungen diskutiert. Dabei ging es nicht nur um technische Möglichkeiten, sondern vor allem um Verantwortung, Transparenz und die Frage, wie Bibliotheken Menschen im Umgang mit KI unterstützen können. Mehrere Panels beschäftigten sich mit KI-gestützter Recherche, Chatbots und neuen Anforderungen an bibliothekarische Kompetenzen.
Ein weiteres großes Thema war die Medienkompetenz. Bibliotheken sehen sich zunehmend als zentrale Bildungsorte, die Orientierung im digitalen Informationsalltag bieten.
Auch der Büchereiverband Österreichs war vertreten. Unsere Kollegin Susanne List-Tretthahn berichtete im Rahmen einer Arbeitssitzung über aktuelle Entwicklungen im Aus- und Fortbildungsbereich in Österreich und gab einen Überblick über internationale Entwicklungen innerhalb der IFLA-Sektion für Aus- und Weiterbildung. BVÖ-Vorstandsvorsitzende Marie Therese Stampfl diskutierte zum Thema Haupt- und Ehrenamt im öffentlichen Bibliothekswesen.
Teilhabe und Austausch
Eine Ausstellung verschiedener Bücherbusse zeigte eindrucksvoll, wie Bibliotheken Menschen auch außerhalb klassischer Standorte erreichen und Teilhabe in ländlichen oder schwer erreichbaren Regionen ermöglichen.
Darüber hinaus bot die hervorragend organisierte Veranstaltung viele Möglichkeiten zum persönlichen Austausch.
Die BiblioCon 2026 zeigte erneut, dass Bibliotheken aktive Mitgestalter einer digitalen und demokratischen Gesellschaft sind.