Büchereiverband Österreichs
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Büchereilandkarte

Eine Büchereilandkarte für Österreich

Zur Darstellung der Präsenz sowie der Stärken und Schwächen der öffentlichen Büchereien wurde der Büchereiverband Österreichs im Jahr 2012 durch das damalige BMUKK beauftragt, eine spezifische Büchereilandkarte zu erstellen. Für das Jahr 2018 wurden 1176 Bibliotheken in dieser Untersuchung ausgewertet. Die Karte zeigt auf den drei politischen Ebenen

  • Bundesgebiet
  • Bundesländer
  • Bezirke

den Versorgungsgrad mit öffentlichen Bibliotheken sowie deren Leistungsfähigkeit im Erreichen der österreichischen Zielstandards und Förderungsrichtlinien.

Zur Büchereilandkarte

Erläuterungen zur Büchereilandkarte auf Basis der Statistik 2018:

Das Büchereiwesen in den Bundesländern weist große Unterschiede auf. Der Handlungsspielraum ist davon abhängig, inwieweit sich (Stadt-)Gemeinden und sonstige Träger engagieren und das Land finanziell und fachlich fördert.  Mit der Büchereilandkarte bietet der BVÖ seit mehreren Jahren die Möglichkeit, die Situation der öffentlichen Bibliotheken in den Bundesländern und Bezirken miteinander zu vergleichen. (Zweigstellen und Sonderformen öffentlicher Bibliotheken werden nicht dargestellt.)
 

Der Versorgungsgrad gibt an, wie viel Prozent der Bevölkerung in ihrer Heimatgemeinde eine öffentliche Bibliothek vorfinden. Durch die steigende Einwohnerzahl in den Ballungsräumen und die Erhöhung der Abgabequote von Jahresmeldungen stieg der österreichweite Versorgungsgrad von 79,2 % auf 81,3 %.

Die Karte zur Versorgung bietet aber auch interessante Kennzahlen zu den Bundesländern:
Beim Anteil der BenutzerInnen an der Gesamtbevölkerung liegt klar Vorarlberg mit 18,8 % (vor Salzburg mit 12,4 % und Tirol mit 10,6 %) vorne. Am schwächsten schneidet hier Kärnten mit 4,5 % ab (vor Niederösterreich mit 5,8 %). Auch bei Entlehnungen pro EW (6,9) und Medien pro EW (2,2) liegt Vorarlberg vorne. Bei den Entlehnungen verweist Vorarlberg Salzburg (4,2) und Wien (3,5) auf die Plätze zwei und drei. Burgenland (1) und Kärnten (1,2) sind am unteren Ende der Skala zu finden. Bei den Medien kommen Salzburg (1,5) und Oberösterreich (1,4) Vorarlberg am nächsten. Wien (0,8) und das Burgenland (1) bieten die wenigsten Medien pro EW.

Die Zielerreichungskarte zeigt bundesweit, pro Bundesland und pro Bezirk den Prozentsatz, zu dem die Bibliotheken die Zielstandards des Bundes erfüllen. Der österreichweite Wert stieg geringfügig um 0,4 % und liegt nun bei 67,2 %.
Wenn man die einzelnen Gemeindegrößenkategorien laut Förderrichtlinien vergleicht, fällt auf, dass diese österreichweit ähnlich gut abschneiden (zwischen 60,9 % bei Kategorie 4 und 72,1 % bei Kategorie 6) – die Zielstandards sind also für alle Bibliotheken eine Herausforderung.
Die Bundesländer mit den höchsten Werten sind wiederum Vorarlberg (76,7 %), Salzburg (75,2 %) und Tirol (70 %). Am geringsten ist die Zielerfüllung im Burgenland (55,9 %) und in Niederösterreich (59,9 %).

In Bezug auf die Förderungsrichtlinien des Bundes zeigt sich ein sehr ähnliches Bild. In Bundesländern, in denen das Land die Bibliotheken stark fördert, erreichen auch mehr Bibliotheken die Kriterien.
In Vorarlberg werden 87,2 % der öffentlichen Bibliotheken gefördert. In Salzburg kommen 54,5 % in den Genuss einer zusätzlichen Förderung. In der Steiermark erhalten jedoch nur 15,6 %, im Burgenland 17,2 % und in Kärnten 20 % eine Förderung. Die reale Zahl der Bibliotheken, welche die Förderungsrichtlinien erfüllen, ist im letzten Jahr gestiegen. Über ganz Österreich ist der Schnitt leicht gefallen – die Richtlinien erfüllen nur mehr 30,1 %. Das Sinken hängt mit der größeren Anzahl an Jahresmeldungen zusammen.

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