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Büchereiverband Österreichs
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Bibliotheken und Corona

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der von der österreichischen Bundesregierung in Kraft gesetzten Maßnahmen zu einer Reduktion der weiteren Verbreitung einer COVID-19-Infektion setzt der Büchereiverband Österreichs Maßnahmen und spricht Empfehlungen für seine Mitgliedsbibliotheken aus. Lesen Sie bitte bis zum Ende der Seite, um alle Updates zu sehen (Letztes Update 22.09.2020)
 
Alle Informationen zum Thema Umgang mit und Hygienemaßnahmen für retournierte Medien finden Sie HIER (12.06.).
 
Update vom 22.09.2020
 
Ab 14. September muss in allen Bibliotheken von BesucherInnen und Personal bei Kundenkontakt in geschlossenen Räumen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Siehe § 9. sowie § 2 Abs. 1 und 1a in der 10. COVID-19-LV-Novelle: „Beim Betreten des Kundenbereichs in geschlossenen Räumen von Betriebsstätten ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen. Die Betreiber sowie deren Mitarbeiter haben bei Kundenkontakt eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen, sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet.“
 
 
Ab 21.09.2020 gelten für Veranstaltungen folgende Auflagen:
 
NEU: Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit über 50 Personen und im Freien mit über 100 Personen haben eine/n COVID-19 Beauftragte/n zu bestellen und ein entsprechendes COVID-19-Präventionskonzept zu erarbeiten und umzusetzen.
  • Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze indoor: 10 TeilnehmerInnen
  • Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze outdoor: 100 TeilnehmerInnen
  • Für professionelle Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen gilt in geschlossenen Räumen die maximale Personen-Höchstzahl von 1500
  • Für professionelle Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen gilt im Freien die maximale Personen-Höchstzahl von 3000

Die Veranstaltungsbegrenzungen gelten auch für soziale Aktivitäten in geschlossenen Räumen in Gruppen.

Der BVÖ empfiehlt des Weiteren folgende Maßnahmen für Veranstaltungen:
  • Sitzplätze zuweisen (z. B. mit Zählkarten)
  • auf lokale Infektionszahlen achten (siehe Ampelsystem)
  • Veranstaltungen mit kleinen Gruppen durchführen
  • TeilnehmerInnen, die CoVid-19-Symptome aufweisen, dürfen nicht teilnehmen.
  • Räumlichkeiten regelmäßig gut lüften
  • auf Veranstaltungen mit erhöhtem Infektionsrisiko verzichten (z. B. Singen)
  • Kontaktdaten für Contact-Tracing erheben (Achtung auf den Datenschutz: Keine Namenslisten durchgeben. Alternativ: Zettel ausgeben, die in verschlossene Box geworfen werden oder Veranstaltung mit vorheriger Anmeldepflicht durchführen.)
Weitere Details finden Sie hier: corona-ampel.gv.at/ampelfarben

 

Weitere relevante Informationen:

  • Wann ist im Bibliotheksbetrieb von Seiten der MitarbeiterInnen ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen? (11.09.2020)
    Von Seiten der MitarbeiterInnen ist im Publikumsbereich ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn keine anderen Schutzmaßnahmen (z. B. Plexiglasscheibe) vorhanden sind.
  • Muss ich kontrollieren, ob sich die BesucherInnen an die Corona-Maßnahmen halten? (29.05.2020)
    Wichtig ist, dass die Büchereien auf die Voraussetzungen für den Bibliotheksbesuch in ausreichendem Maß aufmerksam machen (Aushänge bei Eingang, falls vorhanden bei Arbeitsplätzen etc.), eine permanente Kontrolle ist aber nach eingeholter rechtlicher Auskunft nicht erforderlich, da nicht zumutbar. Bei offensichtlicher Gruppenbildung wäre ein Hinweis auf die Verhaltensregeln aber ratsam.
     
  • Dürfen im Zuge von Veranstaltungen Büchertische organisiert/Bücher verkauft werden?
    Es liegen uns keine Informationen vor, dass der Verkauf von Büchern im Rahmen einer Veranstaltung nicht möglich ist. Zu beachten ist, dass die Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Sofern nicht ohnehin ein MNS im Zuge der Veranstaltung getragen werden muss, empfiehlt es sich, diesen beim Bücherkauf anzulegen, da erfahrungsgemäß der Mindestabstand beim Stöbern und in der Warteschlange unterschritten wird. Bitte beachten Sie außerdem die Vorgaben durch die Corona-Ampel in Ihrer Umgebung.
  • Dürfen kombinierte Bibliotheken (ÖB+SB), die in Schulgebäuden untergebracht sind, öffnen? (13.05.2020)
    Wenn die Bibliothek einen eigenen Eingang hat und die BibliotheksnutzerInnen nicht durch Bereiche gehen müssen, die die SchülerInnen nutzen, spricht nichts gegen eine Öffnung außerhalb der Schulöffnungszeiten (Während der Schulöffnungszeiten steht die Bibliothek den SchülerInnen zur Verfügung.)

    Wenn ein gemeinsamer Eingang benutzt wird, ist die Situation leider sehr schwierig. Detaillierte Regelungen für solche Fälle gibt es bis dato keine. Es treffen hier Empfehlungen und Vorgaben von Bund, Ländern und Gemeinden aufeinander. Das Hygienehandbuch des BMBWF sieht vor, dass schulfremde Personen die Schule nur nach vorheriger Terminabsprache betreten. Die Bildungsdirektionen mancher Länder haben daher von der Bibliotheksnutzung durch die Öffentlichkeit abgeraten. 

    Wenn Sie als kombinierte Bibliothek öffnen möchten, sprechen Sie bitte mit Ihrem Träger und dem Schulerhalter (bei vielen ist das ohnehin dieselbe Institution). Sind alle an einer Öffnung der Bibliotheken interessiert, sprechen Sie mit der Bildungsdirektion Ihres Bundeslandes. Fragen Sie, was gegen eine Öffnung spricht, welche Bedenken es im Detail gibt (Kontaminierung der Umgebung durch Außenstehende, Nachverfolgbarkeit im Krankheitsfall ...) und suchen Sie nach Lösungen. Sie können zum Beispiel folgendes fragen:

    • Wäre eine Öffnung außerhalb der Unterrichtszeiten möglich, wenn danach gereinigt wird (Türschnallen, Lichtschalter, Theke etc.), um die SchülerInnen zu schützen? Wer sorgt für die Reinigung und trägt die Kosten (Träger, Schulerhalter)?
    • Wäre eine Öffnung denkbar, wenn die BibliotheksnutzerInnen verpflichtend Einmalhandschuhe tragen oder sich die Hände waschen/desinfizieren, um die Bibliotheksumgebung nicht mit Viren zu kontaminieren (ein MNS muss ohnehin getragen werden)?

Wir sind an Ihren Lösungen interessiert! Wenn Sie ein erfolgreiches Konzept für Ihre kombinierte Bibliothek erarbeitet haben, lassen Sie es uns gerne wissen (an Martina Stadler stadler@bvoe.at ). Wir würden Ihre Lösungen gern mit den Kolleginnen und Kollegen teilen.

  • NPO-Unterstützungsfonds (15.07.)

    Non-Profit-Organisationen (NPO) können seit 8. Juli Förderungen aus dem NPO-Unterstützungsfonds der Regierung beantragen. Besonders für Bibliotheken, die sich in Trägerschaft einer Pfarre oder eines Vereins befinden und wirtschaftliche Beeinträchtigungen durch die Corona-Krise hatten, kann es lohnenswert sein, die Ansprüche prüfen zu lassen. Bibliotheken, die von Gemeinde, Ländern oder Bund getragen werden, sind von der Förderung ausgenommen, da diese Träger nicht gemeinnützig arbeiten. Details zu den Voraussetzungen und Höhe der Förderung finden Sie unter npo-fonds.at.

  • Dürfen BibliotheksmitarbeiterInnen, die zur Risikogruppe gehören, (im Kundenbereich) arbeiten? (Update 07.05.2020)
    • BibliothekarInnen, die in einem Dienstverhältnis stehen, benötigen für den Dienstgeber ein ärztliches „Covid-19 Risikoattest“, um ihre Arbeit soweit möglich im Home Office verrichten zu können oder freigestellt werden zu können (Covid-19 Risikogruppe-Verordnung).
    • Wenn Sie ohne Beantragung ein ärztliches Attest von Ihrem Arzt bekommen haben, sind Sie nicht verpflichtet, Ihren Arbeitgeber zu informieren. Es ist aber zu empfehlen, von Home-Office-Regelungen und Freistellungen Gebrauch zu machen. Denken Sie an Ihre Gesundheit!
    • Nähere Informationen finden Sie auf der gemeinsamen Website von AK und ÖGB sowie auf der Website des Arbeitsinspektorats.
      Welche Personen aktuell zur Risikogruppe gehören, können Sie auf der Website des Gesundheitsministeriums nachlesen.
    • Ehrenamtliche BibliothekarInnen benötigen kein Attest, denn für sie gilt ohnehin keine Arbeitspflicht.
  • Entschädigung für JahreskartenbesitzerInnen
    Bibliotheken, die Jahreskarten anbieten, können in Absprache mit dem Träger die Jahreskarten um die Anzahl an Wochen verlängern, in der die LeserInnen aufgrund der Sperre das Bibliotheksangebot nicht nutzen konnten.

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