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Bibliotheken und Corona

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Bibliotheken und Corona

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der von der österreichischen Bundesregierung in Kraft gesetzten Maßnahmen zu einer Reduktion der weiteren Verbreitung einer COVID-19-Infektion setzt der Büchereiverband Österreichs Maßnahmen und spricht Empfehlungen für seine Mitgliedsbibliotheken aus. Lesen Sie bitte bis zum Ende der Seite, um alle Updates zu sehen (Letztes Update 14.09.2021, 15:00)

Maßnahmen ab 15.09.

Maßnahmen für den Bibliotheksbetrieb

  • BibliotheksbesucherInnen, die nicht geimpft oder genesen sind, sind zum Tragen einer FFP2-Maske verpflichtet.
  • Geimpfte oder genesene BesucherInnen müssen keine FFP2-Maske und auch keinen Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Nicht geimpfte oder nicht genesene Schwangere sowie Personen mit gesundheitlichen Problemen dürfen einen Mund-Nasen-Schutz statt einer FFP2-Maske tragen.
  • Kinder ab 6 Jahren tragen einen Mund-Nasen-Schutz (sofern sie keinen Genesungs- oder Absonderungsbescheid vorweisen können).
  • Wien: Hier sind Geimpfte und Genesene zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtet. Nicht Geimpfte oder Genesene sind zum Tragen einer FFP2-Maske verpflichtet.
  • BibliothekarInnen dürfen die Einhaltung der FFP2-Maskenpflicht kontrollieren, müssen dies aber nicht.
  • Laut "Rechtlicher Begründung" sind Hinweisschilder, Auflage von Infomaterial, Bereitstellung von Masken oder Stichprobenkontrollen mögliche Mittel, um der Sorgetragungspflicht der BetreiberInnen nachzukommen. Sprechen Sie im Bedarfsfall bitte mit Ihrem/Ihren Träger/n.

Bibliotheken bieten sich zwei Möglichkeiten zur Umsetzung der FFP2-Maskenpflicht:

  • FFP2-Maskenpflicht für BesucherInnen, die keinen Impf- oder Genesungnachsweis erbringen, entsprechend der Verordnung
  • Festlegung einer FFP2-Maskenpflicht für alle BibliotheksbesucherInnen (Empfehlung des Gesundheitsministeriums zum Tragen einer FFP2-Maske auch für Geimpfte und Genesene)

BibliothekarInnen mit Kundenkontakt

  • Im Kundenkontakt müssen BibliothekarInnen eine FFP2-Maske tragen.
  • Diese Verpflichtung entfällt, wenn
    • andere Schutzmaßnahmen (Trennwände, Plexiglaswände) vorhanden sind oder
    • ein Nachweis gemäß einer geringen epidemiologischen Gefahr (Vorgaben dazu siehe unten) vorgewiesen wird.
  • Abseits des Kundenkontaktes sind BibliothekarInnen nicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtet.

Maßnahmen für Zusammenkünfte (Veranstaltungen)

Bis 25 TeilnehmerInnen

  • Kontaktdatenerhebung für Veranstaltungen in Innenräumen (Name, Telefonnummer/E-Mail-Adresse. Vernichtung der Daten nach 28 Tagen nach der Veranstaltung).

Ab 26 TeilnehmerInnen

  • 3-G-Nachweis erforderlich (Vorgaben siehe unten)
  • Kontaktdatenerhebung (Name, Telefonnummer/E-Mail-Adresse. Vernichtung der Daten nach 28 Tagen nach der Veranstaltung)

Beides gilt im Fall von Veranstaltungen in Innenräumen und im Freien.

Mehr als 100 TeilnehmerInnen

  • 3-G-Regel (Testpflicht ab 12 Jahren, Ausnahme Wien: ab 6 Jahren), Details zum Nachweis siehe unten
  • Anzeigepflicht ab 100 Personen, Vorab-Bewilligung ab 500 Personen
  • Keine Höchstgrenzen und Kapazitätsbeschränkungen
  • Präventionskonzept (Vorlage), COVID-Beauftragte/r
  • Kontaktdatenerhebung (Name, Telefonnummer/E-Mail-Adresse. Vernichtung der Daten nach 28 Tagen nach der Veranstaltung)

Die Verordnung finden Sie hier. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Sozialministeriums. Regionale Maßnahmen finden Sie auch auf der Website zur Corona-Ampel. Wenn Sie Fragen haben, steht Ihnen Martina Stadler unter stadler@bvoe.at oder 01/4069722-25 zur Verfügung.


Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr im Sinne der Verordnung ab 15.09.

Getestet

  • Molekularbiologischer Test (z. B. PCR-Test): 72 Stunden ab Probenahme (Wien: 48 Stunden)
  • Antigen-Test einer befugten Stelle (z. B. Österreich testet): 24 Stunden ab Probenahme
  • Antigen-Selbsttest, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird: 24 Stunden (Wien: nicht gültig)
  • Corona-Testpass (Ninja-Pass): Gültigkeit laut Pass

Genesen

  • Genesungsnachweis über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV-2 oder eine ärztliche Bestätigung über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV-2, die molekularbiologisch (mit PCR-Test) bestätigt wurde
  • Nachweis über neutralisierende Antikörper, der nicht älter als 90 Tage ist
  • Absonderungsbescheid, wenn dieser für eine in den letzten 180 Tagen vor der vorgesehenen Testung nachweislich mit SARS-CoV-2 infizierte Person ausgestellt wurde.

Geimpft

  • Zweitimpfung: Darf nicht länger als 360 Tage zurückliegen (Abstand von mindestens 14 Tagen zwischen Erst- und Zweitimpfung)
  • Ein-Dosen-Impfstoffe: Gültig ab dem 22. Tag nach der Impfung, darf nicht länger als 270 Tage zurückliegen.
  • Genesung/Antikörper und Impfung: Wenn 21 Tage vor der Impfung mittels PCR-Test eine Infektion oder Antikörper nachgewiesen wurden, ist die Impfung 360 Tage gültig.
  • Weitere Impfung ("Auffrischung"): 360 Tage gültig, wenn sie mindestens 120 Tage nach einem der drei genannten Punkte erfolgte.

Kann ein Nachweis nicht vorgelegt werden, ist ausnahmsweise ein SARS-CoV-2-Antigentest zur Eigenanwendung unter Aufsicht des Betreibers einer Betriebsstätte oder des für eine Zusammenkunft Verantwortlichen (§§ 12 bis 16) durchzuführen. Das negative Testergebnis ist für die Dauer des Aufenthalts bereitzuhalten (Wien: nicht gültig)


Umgang mit retournierten Medien

Dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung zufolge gibt es nach wie vor keine belastbaren Beweise für eine Übertragung des Virus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen, daher halten wir eine über das übliche Maß hinausgehende Reinigung der zurückgegebenen Bibliotheksmedien für nicht dringend erforderlich.

Es gibt keine Verordnungsvorschrift, die Bibliotheken dazu verpflichtet, Medien zu lagern oder reinigen. Auch wenn die Übertragung über Oberflächen unwahrscheinlich ist, ist laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung eine Übertragung durch Schmierinfektionen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, innerhalb eines kurzen Zeitraums theoretisch denkbar. Wir raten daher von der gelegentlich geübten Praxis, Medien unverzüglich nach der Rückgabe bevor sie noch ins Regal rückgestellt wurden zur Ausleihe anzubieten, ab (= kein Stöbern im Stapel der retournierten Medien).


Weitere relevante Informationen

  • NPO-Unterstützungsfonds

    Non-Profit-Organisationen (NPO) können Förderungen aus dem NPO-Unterstützungsfonds der Regierung beantragen. Die NPO-Unterstützung für Vereine wird bis Ende Juni verlängert. Die Antragsstellung für erstes Halbjahr ab Anfang Juli möglich.
    Besonders für Bibliotheken, die sich in Trägerschaft einer Pfarre oder eines Vereins befinden und wirtschaftliche Beeinträchtigungen durch die Corona-Krise hatten, kann es lohnenswert sein, die Ansprüche prüfen zu lassen. Bibliotheken, die von Gemeinde, Ländern oder Bund getragen werden, sind von der Förderung ausgenommen, da diese Träger nicht gemeinnützig arbeiten. Details zu den Voraussetzungen und Höhe der Förderung finden Sie unter npo-fonds.at.

  • Entschädigung für JahreskartenbesitzerInnen
    Bibliotheken, die Jahreskarten anbieten, können in Absprache mit dem Träger die Jahreskarten um die Anzahl an Wochen verlängern, in der die LeserInnen aufgrund der Sperre das Bibliotheksangebot nicht nutzen konnten.

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