Büchereiverband Österreichs
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Büchereientwicklungskonzept

Die Arbeitsgruppe Büchereientwicklungskonzept setzt sich mit der Frage auseinander, wie ein gesamtösterreichisches Büchereisystem aussehen soll und wie eine nationale Bibliotheksstrategie erreicht werden kann. Dabei werden Aspekte wie Zielstandards, Standortkonzept, Hauptamtlichkeit/Ehrenamtlichkeit und eine mögliche Arbeitsteiligkeit der bibliothekarischen Arbeit in Österreich betrachtet.

Von Christian Jahl

Der Arbeitsausschuss Büchereientwicklungskonzept bestand aus folgenden Mitgliedern: Klaudia Büchel, Markus Feigl, Roman Huditsch, Christian Jahl, Robert Mech, Heike Merschitzka, Helga Reder, Anita Ruckerbauer. Durch diese Zusammensetzung war gewährleistet, dass die Gruppe repräsentativ für die österreichische Bibliothekslandschaft zusammengesetzt ist und so natürlich auch unterschiedliche Interessen in die Diskussionen eingebracht wurden.

Die Vorarbeiten des Arbeitsausschusses begannen bereits im November 2016 mit der Erstellung eines Fragenkatalogs für Leena Aaltonen, die in Finnland, dem „Best-Practice-Land“ für öffentliche Büchereien, im Kulturministerium für den Bereich der öffentlichen Büchereien verantwortlich ist.

Startend mit der Sitzung mit Leena Aaltonen am 27. Jänner 2017, folgten ausgehend von einem Entwurf von Christian Jahl Sitzungen am 17. Februar 2017, am 6. April und am 15. Mai in Linz und die letzte Sitzung des Arbeitsausschusses am 11. September 2017, die durch ergänzende Meldungen per Mail die Arbeit am Büchereientwicklungskonzept abschloss. Zwischen den Sitzungen wurde an Teilbereichen des Papiers und an offenen Fragen intensiv weitergearbeitet. Ab der zweiten Sitzung wurden die Treffen von Christina Repolust moderiert, der an dieser Stelle noch einmal herzlich dafür gedankt werden soll.

Das „Positionspapier Büchereiverband Österreich – Entwicklungskonzept für das öffentliche Büchereiwesen in Österreich“ wurde in Klausur des Vorstandes am 26. September 2017 präsentiert und in einer Vorstandssitzung beschlossen. Es bildet damit ein Diskussionspapier für die Lobbyingarbeit des Büchereiverbandes Österreich (BVÖ), für Gespräche mit den Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Ländern und Gemeinden für die Verbesserung der Rahmenbedingungen der Arbeit der öffentlichen Büchereien.

Als Ziel wurde im Büchereientwicklungskonzept formuliert: „Ein wirksames, effizientes, an europäischen Best-Practice-Beispielen orientiertes gesamtösterreichisches öffentliches Büchereisystem, das von Bund, Ländern, Gemeinden und anderen Trägern nach einheitlichen Standards kooperativ gesteuert, gefördert und evaluiert wird und eine flächendeckende, bibliothekarische Versorgung bietet.“

Es gab zwei wichtige Termine, bei denen das „Positionspapier Büchereiverband Österreich – Entwicklungskonzept für das öffentliche Büchereiwesen in Österreich“ präsentiert und besprochen wurde:

Am 11. April 2018 präsentierte der Vorsitzende des BVÖ, Christian Jahl, das Konzept im „Ländernetzwerk Bibliotheken“. Dabei wurde die Initiative des BVÖ grundsätzlich begrüßt, von den Vertreterinnen und Vertretern der Länder aber ganz klar signalisiert, dass das Papier, so wie es vorliegt, für die Länder nicht konsensfähig ist. Es ist daher geplant, beim nächsten Treffen des Ländernetzwerks gemeinsam am Papier zu arbeiten.

Am 13. April 2018 gab es ein Gespräch über das Positionspapier im Bundeskanzleramt mit dem Leiter der Abteilung II/5 – Literatur und Verlagswesen, Büchereien, Dr. Robert Stocker und dem Sektionsleiter der Sektion II: Kunst und Kultur, Mag. Jürgen Meindl.

Sektionsleiter Meindl sieht das Projekt Büchereientwicklungskonzept während des laufenden Doppelbudgets 2018/2019 als keinesfalls umsetzbar, signalisiert Sympathien für die öffentlichen Büchereien und hält das Papier für sehr ambitioniert. Für die Jahre nach dem aktuellen Doppelbudget hält der Sektionsleiter die Umsetzung nur dann für möglich, wenn es eine einhellige Initiative der Länder (und Gemeinden) gibt. Das BKA wird selbst jedenfalls nicht aktiv und initiativ. Als Schwerpunkte seiner Sektion sieht Mag. Meindl die Musik, die Bundestheater und die Bundesmuseen.

 

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