Büchereiverband Österreichs
Museumstraße 3/B/12
A-1070 Wien

Tel.: +43/1/406 97 22
Fax: +43/1/406 35 94-22
E-Mail: bvoe@bvoe.at

Fenster schließenX
© Black Salmon
/ Shutterstock.com

Jahresmeldung

Reichen Sie hier Ihre Jahresmeldung online ein.

Einreichen

Statistik öffentlicher Bibliotheken in Österreich 2018

Die Österreichische Büchereistatistik 2018 zeichnet sich durch die höchste Einreichquote von Jahresmeldungen seit fünf Jahren aus. Von den öffentlichen Bibliotheken haben 94,6 % ihre Statistikdaten abgegeben, bei den Sonderformen waren es zumindest 63,8 %. Dennoch ist die Summe der ausgewerteten Standorte (inklusive Zweigstellen) nicht einmal so hoch wie vor zwei Jahren. Seit Anfang 2014 wurden uns mehr als 110 Schließungen meist kleiner öffentlicher Bibliotheken bekanntgegeben. Die Zahl der Bibliotheksgründungen hält hier nicht mit.
Trotz dieser Schließungen steigen die österreichischen Gesamtzahlen. Erfreulicherweise steigt das zweite Jahr in Folge auch die Zahl der NutzerInnen erneut geringfügig (+ 2,2 %) – am stärksten in der Steiermark und in Niederösterreich. Ein großer Teil dieses Anstiegs resultiert aus der stärkeren Nutzung von E-Medien-Verbünden, deren NutzerInnen mitgerechnet werden.
Erstmals stieg die Zahl der BibliothekarInnen im Land über 10.000. Der Anstieg ist in allen Beschäftigungsformen zu merken – am ausgeprägtesten bei den Nebenberuflichen (+ 13 %).
Seit fünf Jahren überprüft der BVÖ einlangende Jahresmeldungen auch auf Plausibilität und fragt bei den BibliothekarInnen nach, um Tippfehler, Missverständnisse oder Unklarheiten zu bereinigen. Von den Jahresmeldungen 2018 wurden bei einem Drittel aufgetretene Ungereimtheiten hinterfragt, bei mehr als zwei Drittel davon dann auch Änderungen vorgenommen.

Anstieg der Zahlen
Mit 11.283.903 Medien standen den BenutzerInnen in den erfassten öffentlichen Bibliotheken um 3,8 % mehr als 2017 zur Verfügung. Bei den Entlehnungen verzeichneten die öffentlichen Bibliotheken mit 23.815.086 wieder ein Plus von 4,1 % im Vergleich zum Vorjahr.
44,1 % der Bibliotheken konnten die Zahl ihrer BenutzerInnen steigern, bei 13,8 % blieb sie gleich oder konnte aufgrund der fehlenden Meldung 2017 nicht eruiert werden, 42,1 % verzeichneten einen Rückgang. Insgesamt wurde das zweite Jahr in Folge ein Anstieg um 2,2 % (vom Vorjahreswert) festgestellt – die BenutzerInnen entsprechen somit 9,2 % der Gesamtbevölkerung. Die 811.958 BenutzerInnen nehmen die Services der Bibliotheken jedoch ähnlich intensiv wie in den Vorjahren an – Entlehnungen und Besuche pro BenutzerIn stiegen an. Die Zahl der Besuche stieg erneut leicht an (+ 0,2 %).
Die starke Nutzung der Angebote sieht man an den Zahlen zur Veranstaltungstätigkeit, die 2018 neuerlich leicht (+ 0,3 %) angestiegen ist. Das entspricht 45.713 Büchereiveranstaltungen mit 1.162.994 TeilnehmerInnen. Auf die einzelnen Bibliotheken gerechnet sind es 33 Veranstaltungen im Vorjahr. Einen hohen Anteil an den Veranstaltungen haben Gruppenführungen: Sie machen mit 25.971 mehr als die Hälfte der Veranstaltungen aus und sind Ausdruck der aktiven Zusammenarbeit der Büchereien mit Kindergärten und Schulen zur Leseförderung.
Bei der Zahl der MitarbeiterInnen geht der Aufwärtstrend weiter (+ 7,8 %).

Die Bibliothek ist weiblich
Die Aufschlüsselung der BenutzerInnen nach Alter ergibt folgende Verteilung: 35,5 % Kinder, 8,1 % Jugendliche und 55,2 % Erwachsene (1,1 % entfallen auf Institutionen). Betrachtet man die Geschlechterverteilung bei den MitarbeiterInnen wie auch bei den LeserInnen, zeigt sich das Ergebnis wie vermutet: Die öffentlichen Büchereien sind weiblich. 87,7 % Frauen und 12,3 % Männer arbeiten in den Bibliotheken.
Von allen BenutzerInnen sind 65,3 % weiblichen und 34,7 % männlichen Geschlechts. Die weibliche Dominanz wächst deutlich mit dem Alter: Gibt es bei den Kindern bis 14 noch 46,3 % Buben und 53,7 % Mädchen, verschiebt sich das Verhältnis bei den Jugendlichen zu 36,9 % männlichen und 63,1 % weiblichen BenutzerInnen. Und bei den erwachsenen BenutzerInnen stehen nur mehr 26,9 % Männer 73,1 % Frauen gegenüber.

 

Bibliotheksart

Bibliotheken

Medien

BenutzerInnen

Entlehnungen

BesucherInnen

ea. Mitarb.

nb. Mitarb.

hb. Mitarb

Öffentliche Bibliotheken (ÖB) 1037 9.304.713 707.483 21.910.997 9.237.242 7.405 342 749
Zweigstellen 68              

ÖB und SB kombiniert

139 1.118.445 69.443 1.643.533 967.444 965 113 47
Zweigstellen 7              

Sonderformen ÖB

130 860.745 35.032 260.556 138.509 284 107 37
Zweigstellen 2              

Summe öffentliche Bibliotheken

1.383 11.283.903 811.958 23.815.086 10.343.195 8.654 562 833

Jahresmeldung

Reichen Sie hier Ihre Jahresmeldung online ein.

Einreichen