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Statistik Öffentlicher Bibliotheken in Österreich 2015

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02.05.2017
S-M: Alte und neue Klassiker für Kinder

Die Statistik der Öffentlichen Bibliotheken Österreichs 2015 zeigt zwar eine Steigerung der Entlehnungen und der Besuche, aber ein neuerliches Sinken der BenutzerInnen.
Der Trend bei den Entlehnungen flacht ab – hier gab es 2015 den geringsten Anstieg seit 10 Jahren.
Erstmals seit 10 Jahren gab es auch ein Schrumpfen der Medienanzahl. Das hängt aber auch mit der geringsten Anzahl der eingereichten Jahresmeldungen seit 15 Jahren zusammen (1336 von 1565 möglichen).

Stärkere Nutzung trotz weniger Medien und BenutzerInnen
Mit 11.045.702 Medien standen den BenutzerInnen in den erfassten Öffentlichen Bibliotheken um 1,4 % weniger als 2014 zur Verfügung. Bei den Entlehnungen erreichten die Öffentlichen Bibliotheken mit 22.888.978 ein Plus von 0,6 % zum Vorjahr. Vor allem das Segment der E-Medien stieg stark an: der Bestand um über 25 % (bei einem österreichweiten Anteil von 2,0 % am Bestand) und die Entlehnungen um über 20 %.
40,1 % der Bibliotheken konnten die Zahl ihrer BenutzerInnen steigern, bei 19,2 % blieb sie gleich, 40,9 % mussten einen Rückgang verzeichnen. Insgesamt musste neuerlich eine Reduktion um 2,6 % verzeichnet werden – die BenutzerInnen entsprechen somit nur mehr 9,6 % der Gesamtbevölkerung. Die 824.237 BenutzerInnen nutzen die Services der Bibliotheken jedoch intensiver als in den Vorjahren. Die Zahl der Besuche stieg neuerlich um mehr als 1 %.
Die starke Nutzung der Angebote sieht man auch in den Zahlen zur Veranstaltungstätigkeit der Büchereien: 2015 wurden bei 42.872 Büchereiveranstaltungen 1.118.892 TeilnehmerInnen (+ 2,9 %) gezählt. Einen hohen Anteil daran haben Gruppenführungen: Sie machen mit 24.749 mehr als die Hälfte der Veranstaltungen aus und sind ein Zeichen für die aktive Zusammenarbeit der Büchereien mit Kindergärten und Schulen zur Leseförderung.
Bei den MitarbeiterInnen gibt es ebenfalls einen Anstieg um 0,8 %, wobei dieser zur Gänze bei den Ehrenamtlichen (+2,2%) passiert.

Die Bibliothek ist weiblich
Die Aufschlüsselung der BenutzerInnen nach Alter ergibt folgende Verteilung: 34,4 % Kinder, 8,5 % Jugendliche und 55,8 % Erwachsene (1,2 % entfallen auf Institutionen). Betrachtet man die Geschlechterverteilung bei den MitarbeiterInnen wie auch bei den LeserInnen, zeigt sich das Ergebnis wie vermutet: Die Öffentlichen Büchereien sind weiblich! 87,2 % Frauen und 12,8 % Männer arbeiten in den Bibliotheken.
Von allen BenutzerInnen sind 65,5 % weiblichen und 34,5 % männlichen Geschlechts. Die weibliche Dominanz wächst deutlich mit dem Alter: Gibt es bei den Kindern bis 14 noch 45,8 % Buben und 54,2 % Mädchen, verschiebt sich das Verhältnis bei den Jugendlichen zu 36,2 % männlichen und 63,8 % weiblichen BenutzerInnen. Und bei den erwachsenen BenutzerInnen stehen nur mehr 25,9 % Männer 74,1 % Frauen gegenüber.

 

Bibliotheksart

Bibliotheken

Medien

BenutzerInnen

Entlehnungen

BesucherInnen

ea. Mitarb.

nb. Mitarb.

hb. Mitarb

Öffentliche Bibliotheken (ÖB) 1.066 9.139.591 712.127 21.118.432 9.036.178 6.943 345 750
Zweigstellen 73              

ÖB und SB kombiniert

131 1.053.363 70.521 1.554.110 957.619 851 117 46
Zweigstellen 8              

Sonderformen ÖB

139 852.748 41.589 216.436 198.386 297 109 33
Zweigstellen 2              

Summe Öffentliche Bibliotheken

1.419 11.045.702 824.237 22.888.978 10.192.183 8.091 571 829