Wissenschaftsbuch des Jahres | BVÖ - Büchereiverband Österreichs

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Wissenschaftsbuch des Jahres

Wissenschaftsbücher des Jahres 2018

Die Siegerbücher befassen sich mit dem Zufall, dem Konsum, dem Tastsinn und außergewöhnlichen Frauen.

Die Wahl zum besten Wissenschaftsbuch des Jahres in vier Kategorien ist gelaufen, die Sieger stehen fest. In der Kategorie Naturwissenschaft/Technik geht der Preis an den österreichischen Physiker Florian Aigner. In den Bereichen Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaft sowie Medizin/Biologie werden zwei deutsche Forscher ausgezeichnet, während der 1. Platz beim Junior-Buch von den „Rebel Girls“ besetzt wird. 

Die Siegerbücher in den vier Kategorien:

Naturwissenschaft/Technik

Florian Aigner: Der Zufall, das Universum und du. Die Wissenschaft vom Glück (Brandstätter Verlag)

Was der Linzer Physiker und Wissenschaftspublizist Florian Aigner über den tatsächlichen und vermeintlichen Zufall und seine Rolle in unserem Leben zu sagen hat, ist erhellend und fundiert. Ihm geht es nicht um die Lösung Jahrtausende alter philosophischer Rätsel, sondern um die Nutzbarmachung dessen, was wir für unser tägliches Leben wissen können.

Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft

Frank Trentmann: Herrschaft der Dinge. Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute (DVA Verlag)

Der in London lebende deutsche Historiker Frank Trentmann legt eine außerordentlich gehaltvolle, gut geschriebene, mehrere Jahrhunderte umfassende und imposant recherchierte Globaldarstellung des Konsums und des Konsumierens, konsumkritischer Debatten und antikapitalistischer Ideen vor.

Medizin/Biologie

Martin Grunwald: Homo hapticus. Warum wir ohne Tastsinn nicht leben können (Verlag Droemer)

Der Leipziger Experimentalpsychologie Martin Grunwald, Pionier der Haptik-Forschung, erklärt die anthropologische, soziale und psychische Bedeutung des Tastsinns. Und dieser wird meist unterschätzt: „Fühlen und tasten ist viel wichtiger für unser Überleben als sehen, hören, riechen und schmecken.“

Junior-Wissen

Elena Favilli, Francesca Cavallo: Good Night Stories for Rebel Girls. 100 außergewöhnliche Frauen (Hanser Verlag), ab 12 Jahren

Die Journalistin Elena Favilli und die Schriftstellerin und Theaterregisseurin Francesca Cavallo stellen in ihrem Buch 100 Frauen von der Antike bis heute vor. Ob in der Politik, in der Forschung, im Sport oder in der Kunst – jede einzelne dieser Frauen hat Außergewöhnliches geleistet.

Die Aktion des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung will den Stellenwert des wissenschaftlichen Sachbuchs deutlich machen. Eine Expertenjury, in der auch der BVÖ mit Katharina Portugal vertreten ist, erstellt die Vorauswahl. Die Wissenschaftsbücher des Jahres werden vom Publikum gewählt. Die Preisverleihung findet im Rahmen der „Langen Nacht der Forschung“ am 13. April statt. Mehr unter: www.wissenschaftsbuch.at.

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