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Österreichischer Buchpreis

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22.11.2017
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Preisverleihung Österreichischer Buchpreis
© Andy Wenzel

Am 7. November wurden der zweite Österreichische Buchpreis sowie der Debütpreis im Kasino am Schwarzenbergplatz verliehen. Zur Jury gehörten 2017  Petra Hartlieb (Buchhandlung Hartliebs Bücher), Klaus Kastberger (Literaturhaus Graz), Klaus Nüchtern (Falter), Kristina Pfoser (Ö1) und Wiebke Porombka (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Der mit 20.000 Euro dotierte Österreichische Buchpreis ging an Eva Menasse für ihr Werk „Tiere für Fortgeschrittene“ (Kiepenheuer & Witsch). Die Jury begründet ihre Wahl folgendermaßen: „Mit dem Österreichischen Buchpreis 2017 wird ein Erzählband ausgezeichnet, der auf pointierte und stilistisch ausgefeilte Weise zeigt, dass auch in der kleinen Form die großen zwischenmenschlichen und gesellschaftspolitischen Themen verhandelt werden können. Eva Menasse schaut in „Tiere für Fortgeschrittene“ mit präzisem, zugleich emphatischem und unsentimentalem Blick auf heutige Beziehungen und deren Abgründe – um die Frage, wie wir in der Familie zusammenleben wollen, geht es dabei genauso, wie um die Möglichkeiten eines sozialen Miteinanders. Eva Menasse versteht es, ihre Charaktere zu sezieren, ohne sie zu denunzieren, vielmehr bringt sie diese in der ihr eigenen Schönheit und Tragik zum Sprechen. Dabei zieht sich Eva Menasse in keiner ihrer acht Erzählungen auf einen moralisch überlegenen Standpunkt zurück, sondern sie entlässt ihre Figuren in eine offene Zukunft – und uns LeserInnen mit ihnen.“

Der mit 10.000 Euro dotierte Debütpreis wurde an Nava Ebrahimi für ihren Roman „Sechzehn Wörter“ (btb Verlag) vergeben. Begründung der Jury:  „Der im Rahmen des Österreichischen Buchpreises vergebene Debütpreis geht an die 1978 geborene, in Graz lebende Nava Ebrahimi. Ihr Roman „Sechzehn Wörter“ erzählt in ebenso vielen Kapiteln anhand von systematisch ausgewählten Begriffen sechzehn Facetten einer iranisch-deutschen Familiengeschichte. Anlässlich der Beerdigung ihrer Großmutter kehrt die in Deutschland aufgewachsene Protagonistin in ihre alte Heimat zurück und sieht sich dadurch noch einmal mit den Traditionen ihrer Familie konfrontiert. Mit viel Witz und abseits gängiger folkloristischer Klischees schildert die Autorin das Ineinander der Kulturen in einer ebenso unangestrengten wie hellsichtigen Sprache. Ebendieser Tonfall und ihre Beobachtungsgabe sind es, die erhoffen lassen, dass Nava Ebrahimi mit ihren folgenden Büchern auch in Zukunft neue Horizonte erschließen wird.“

Alle Informationen zum Österreichischen Buchpreis finden Sie hier.