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JIM-Studie 2018 veröffentlicht

JIM-Studie 2018
© mpfs

Die Nutzung des analogen Mediums Buch hat sich im Social-Media-Zeitalter nicht verändert.

Der Siegeszug von Netflix und Co. bei den Jugendlichen hält an. Die Hälfte der 12- bis 19-Jährigen schaut regelmäßig Sendungen, Serien und Filme bei Netflix (47 %), jede/r Fünfte nutzt Amazon Prime Video (22 %). Damit hat sich der Anteil regelmäßiger Netflix-NutzerInnen im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt (2017: 26 %). Weiterer Gewinner bei den Jugendlichen ist Spotify, erstmals verzeichnet die Musiknutzung über Spotify einen höheren Anteil regelmäßiger NutzerInnen als die Musiknutzung live im Radio. Das sind Ergebnisse der aktuellen JIM-Studie, womit der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) seit 20 Jahren den Medienumgang von Jugendlichen in Deutschland untersucht.

Leseverhalten
Wie jedes Jahr liefert die JIM-Studie auch Grundlagendaten zum Leseverhalten der deutschen 12- bis 19-Jährigen. Über die letzten zehn Jahre betrachtet wird deutlich, dass sich die Nutzung des analogen Mediums Buch im Social-Media-Zeitalter nicht verändert hat. Der Anteil jener Jugendlichen, die in ihrer Freizeit mindestens mehrmals pro Woche in der Freizeit (also nicht für die Schule) gedruckte Bücher lesen, beträgt seit 20 Jahren etwa 40 Prozent. Auch 2018 lesen zwei von fünf Jugendlichen regelmäßig Bücher in analoger Form.

Ein weiteres Fünftel der Jugendlichen liest zumindest innerhalb von zwei Wochen gedruckte Geschichten und jeder Vierte greift etwa einmal im Monat oder seltener zum Buch. 16 Prozent der 12- bis 19-Jährigen geben an, sich in der Freizeit nie mit gedruckten Büchern zu beschäftigen. Wie auch in den Vorjahren zeigen Mädchen eine höhere Affinität zu Büchern. Knapp jedes zweite Mädchen, aber nur jeder dritte Junge greift in der Freizeit regelmäßig zum Buch. Mit steigendem Alter der Jugendlichen sinkt das Interesse am Medium Buch etwas. Einen noch stärkeren Einfluss als Geschlecht oder Alter hat jedoch der Bildungshintergrund auf die Lesefreudigkeit der Jugendlichen.

E-Books können sich nach wie vor nicht im Medienalltag Jugendlicher durchsetzen. Nur sieben Prozent der Jugendlichen lesen regelmäßig E-Books (2017: 6 %).

Diejenigen Befragten, die zumindest selten Bücher lesen – egal ob in gedruckter oder elektronischer Form – geben an, von Jahresbeginn bis zum Befragungszeitraum (Mai bis August) bereits zehn Bücher gelesen zu haben. Am häufigsten werden, wie schon im Vorjahr, Titel der „Harry Potter“-Reihe sowie „Der Herr der Ringe“ genannt. Auf den weiteren Rängen folgen Titel wie die Comic-Roman-Serie „Gregs Tagebuch“ sowie die Fantasy-Reihe „Eragon“.

An einem durchschnittlichen Wochentag verbringen die 12- bis 19-Jährigen nach eigener Schätzung 67 Minuten mit dem Lesen von Büchern (2017: 63 Min.). Mädchen lesen mit 79 Minuten deutlich länger als Jungen (56 Min.). Mit dem Alter der Jugendlichen nimmt auch die Lesedauer ab.

Im Laufe eines Monats besucht jede/r dritte Jugendliche eine Bibliothek (29 %).

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

 

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