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Gedenken an Franz Pascher

Franz Pascher
© Christina Repolust

Wir gedenken Franz Pascher, der am 22. September 2018 im 82. Lebensjahr von uns gegangen ist und der die Bibliothekslandschaft und den Büchereiverband Österreichs einzigartig und nachhaltig geprägt hat.

Am 19. November 2018 fand Uhr in der Hauptbücherei Wien eine Gedenkveranstaltung statt, die von den Büchereien Wien gemeinsam mit dem Büchereiverband Österreichs ausgerichtetet wurde.

Der BVÖ-Vorsitzende Christian Jahl, die BVÖ-Ehrenmitglieder Fritz Fadler, Hans Lettner und Paula Thalbauer, der IFLA-Generalsekretär Gerald Leitner und die Bibliothekarin Karin Mair teilen ihre Erinnerungen an Franz Pascher:

 

Nachruf auf Franz Pascher von Christian Jahl

Erinnerung an Franz von Fritz Fadler

Zum Tode von Franz Pascher. Eine Danksagung von Gerald Leitner

Einige Gedanken zum Ableben von Franz Pascher von Hans Lettner

Erinnerung an Franz Pascher von Karin Mair

Persönliche Gedanken zum Ableben von Franz Pascher von Paula Thalbauer

 

 

Nachruf auf Franz Pascher
von Christian Jahl

Als ich die Nachricht von Franz Paschers Ableben erhielt, war ich tief ergriffen und die Tränen liefen mir über die Wangen.

Franz Pascher war für mich ein Förderer und ein Ermöglicher, er hat mir, gemeinsam mit anderen Kolleginnen und Kollegen bei den Büchereien Wien, Wege geöffnet, Anregungen und Vorschläge von mir akzeptiert und deren Umsetzung gefördert. Möglicherweise war diese Offenheit für junge Menschen mit neuen Ideen auch durch seinen eigenen Lebensweg und seinen Berufsweg bedingt. Franz Pascher kam über Umwege zu Bildung und Bildungsinstitutionen. Er hat ursprünglich eine Feinmechaniker-Lehre bei der Firma Medek und Schörner gemacht, neben dem Beruf das Gymnasium für Berufstätige absolviert und danach Germanistik und Geschichte studiert. Ab 1966 war er pädagogischer Mitarbeiter der Volkshochschule Favoriten, ab 1967 Volksbildungsreferent im Kulturamt der Stadt Wien.

In den Jahren von 1976 bis 1998 war Franz Pascher Leiter der Wiener Städtischen Büchereien, 1984 habe ich dort zu arbeiten begonnen und wurde auch von ihm beruflich geprägt. Vor allem wurde ich von ihm für das Engagement über die eigentliche bibliothekarische Arbeit hinaus interessiert, für das Engagement in Bereichen wie Berufsbild, Entwicklung von öffentlichen Büchereien und Bibliothekspolitik. Die Gespräche im Lektorat im 2. Stock in der alten Zentrale der damaligen Wiener Städtischen Büchereien in der Skodagasse waren heiter, bildend und prägend.

Von 1982 bis 2004 war Franz Pascher Vorsitzender des Büchereiverbandes Österreichs, eine Zeit der stetigen Professionalisierung der Arbeit unseres Verbandes. Wer heute für den Verband arbeiten darf, profitiert auch in großem Maße von der Vorarbeit Franz Paschers. Ab 2004 war Franz Pascher Ehrenvorsitzender des BVÖ und hat sich unter anderem im Bereich der bibliothekarischen Ausbildung viele weitere Jahre engagiert eingebracht.

Franz Pascher war ein Bibliothekar, der immer offen für die neuen Entwicklungen unseres Berufes war, ein Bibliothekar mit Leib und Seele, dem in einem Unternehmen wie der Stadt Wien sicher auch andere Wege im Kultur- und Bildungsbereich offen gestanden wären. Er war aber offenbar sehr glücklich mit dem Aufgabengebiet Büchereien, wie man in einem Gespräch in den „Büchereiperspektiven“ nachlesen kann:

„Ich habe etliche Berufe hinter mir, vom Feinmechaniker bis zum hohen Beamten im Kulturamt, und ich muss ehrlich sagen, es ist kein Zufall, dass ich bei den Büchereien hängengeblieben bin. Es ist kein Beruf, der Karriereaussichten bietet, aber ich glaube, es ist ein Beruf, der zurückgibt, was man investiert, und das ist das Entscheidende.“ 

Wenn die Hinterbliebenen Franz Pascher in der Parte als bescheiden, tiefsinnig, großartig, liebenswert und herzensgut beschreiben, dann ist das keine Übertreibung – so war er und so werde ich Franz Pascher in Erinnerung behalten.

Franz, Dein Lachen, das so charakteristisch für Dich war, es wird mir sehr fehlen.

Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen, Freundinnen und Freunden von Franz Pascher. Da wir leider erst sehr spät vom Ableben Franz Paschers und seiner Beisetzung erfahren haben, es aber vielen Menschen ein großes Bedürfnis ist, gemeinsam an Franz Pascher zu denken und sich seiner zu erinnern, werden der Büchereiverband Österreichs und die Büchereien Wien eine gemeinsame Veranstaltung zum Gedenken an Franz Pascher durchführen. 

Christian Jahl

Vorsitzender des Büchereiverbandes Österreichs 

 

Erinnerung an Franz
von Fritz Fadler

Als ich Ende der 1980er-Jahre als Quereinsteiger die Nachfolge von Willi Bajer im damaligen „Geschäftsführenden Vorstand“ des „Verbandes österreichischer Volksbüchereinen“ angetreten habe, war es Franz Pascher, der mir mit seinem Wissen, seiner Kompetenz und Menschlichkeit zur Seite stand. Ich erinnere mich gerne an persönliche Gespräche und Diskussionen. Wir fanden auch bei Problemen immer Lösungen, die für alle verträglich waren. Eines seiner Hobbies war die Astronomie und er hat mich und auch viele von uns zum „Sternderln schaun“ gebracht – ob in Strobl oder am Dach der Hauptbücherei.

Er war ein Mensch. Danke.

Fritz Fadler

Ehrenmitglied des Büchereiverbandes Österreichs 

 

Zum Tode von Franz Pascher. Eine Danksagung
von Gerald Leitner

Wie viele von uns verdanke ich Franz Pascher vieles. Vor mehr als 28 Jahren, am 1. Februar 1990, traf ich ihn zum ersten Mal. Es war mein Antrittsbesuch als Pädagogischer Referent des BVÖ beim Vorsitzenden des Büchereiverbandes in seinem Büro in der Direktion der Wiener Städtischen Büchereien. Ich war nervös. Die Einzelheiten des Gesprächs sind mir nicht mehr in Erinnerung, ich weiß nur, dass binnen kürzester Zeit meine Nervosität verflogen war, denn Franz Pascher strahlte, lachte in seiner unnachahmlichen Art, zeigte sich neugierig und interessiert, es war so gar nicht ein Gespräch zwischen einem Vorgesetzten und Angestellten, wie man es vor dreißig Jahren erwarten konnte, ich fühlte mich angenommen und willkommen. Und so wie mich hat Franz Pascher viele im Bibliothekswesen willkommen geheißen, die Hand gereicht, Ideen und Möglichkeiten eröffnet, unterstützt und weitergeholfen. Er war in vielerlei Hinsicht eine ganz besondere Person.

Franz Pascher selbst hatte es nicht leicht, als er 1976 nach Absolvierung der Arbeitermatura und eines Werkstudiums der Geschichte und Germanistik mit Zwischenstationen in der Erwachsenenbildung und im hohen Verwaltungsbereich der Stadt Wien die Leitung der Büchereien Wien antrat. Im Fernsehen und in der Wiener Stadthalle ritt Pierre Brice als Winnetou und begeisterte die Kinder und Jugendlichen, in den Büchereien Wien jedoch waren die Bücher Karl Mays wie die vieler anderer Autoren als „Schmutz und Schund“–Literatur verboten. Im österreichischen Büchereiwesen dominierten die Vertreter der sogenannten Bildungsbücherei, die mit einem strengen pädagogischen Programm zu wissen glaubten, was und wie viel jemand in den Büchereien lesen sollte und – vor allem – nicht durfte.

Diese Pädagogik der Bevormundung und der Verbote war Franz Paschers Sache nicht. Gegen anfangs großen Widerstand öffnete er mit Beharrlichkeit und viel strategischem Geschick die Fenster weit, ließ neue Ideen herein und zu. Anstatt auf Bevormundung setze er auf Mündigkeit, sowohl bei den Lesern als auch bei den Mitarbeitern. Franz Pascher hat zuerst als Leiter der Büchereien Wien (1976–1998) und dann als Vorsitzender des Büchereiverbandes Österreichs (1982–2004) mit der tatkräftigen Hilfe von Weggefährten das österreichische Büchereiwesen grundlegend innoviert und nachhaltig verändert – davon profitieren Österreichs öffentliche Bibliotheken noch heute:

Er war ein EDV-Freak der ersten Stunde. Schon in den 1980-Jahren schrieb er Computerprogramme für die Statistikerfassung von Büchereien, kreierte ein genial einfaches Codierungsprogramm, das die Grundlagen für die Datenbanken des BVÖ bildet, die Darstellung der Büchereilandkarte und die Zusammenführung und Identifizierung der Katalogisate von Hunderten Büchereien in Bibliotheken Online ermöglicht. Früh erkannte er die Möglichkeiten und Notwendigkeit von moderner Bibliothekssoftware, aber auch die finanziellen Nöte kleiner und mittlerer Büchereien. Mit der von ihm ins Leben gerufenen Bibliothekssoftwareförderung hat der BVÖ über tausend Büchereien und Schulbibliotheken ausgestattet.

Franz Pascher war von den Naturwissenschaften und Technik fasziniert, aber beileibe kein Technokrat, im Mittelpunkt stand für ihn immer der Mensch. Deswegen war ihm die Ausbildung von Bibliothekaren besonders wichtig, in ihr engagierte er sich auch noch nach seiner Pensionierung stark. Mit seinen Skripten zur Büchereiverwaltung haben Hunderte, wenn nicht Tausende Bibliothekarinnen und Bibliothekare ihr Handwerk erlernt. Wer erlebt hat, wie er bescheiden mit ganz einfachen Wörtern komplizierte Sachverhalte darstellen konnte und sich bei Prüfungen immer auf die Suche nach dem Wissen und nicht nach dem Unwissen machte, bekam eine Ahnung, welche Qualitäten einen guten Lehrer ausmachen.

Als 1994 eine von den Regierungsparteien schon ausgehandelte Urheberrechtsnovelle zur Einführung der Bibliothekstantieme zur Beschlussfassung im Parlament vorlag, die enorm hohe Direktzahlungen der Bibliotheken für jede einzelne Entlehnung vorsah, setzte Franz Pascher alle Hebel in Bewegung, um dies zu verhindern. In Hunderten (!) Briefen an Bundeskanzler, Minister und NR-Abgeordneten und zahllosen Gesprächen zeigte er Verständnis für die Anliegen der Schriftsteller, forderte aber zugleich eine Übernahme der anfallenden Kosten durch Bund und Länder. Er war ein exzellenter Verhandler und schließlich kam es zu einem Entschließungsantrag aller Parteien, in dem die Übernahme der Kosten beschlossen wurde. Diese Regelung hält nun schon fast 25 Jahre, keine Bibliothek zahlt einen Cent, Millionen Euros blieben und bleiben den Bibliotheken erspart.

1982 übernahm Franz Pascher als Vorsitzender den Büchereiverband Österreichs mit drei Angestellten in einem Hinterhof, seinem Nachfolger konnte er 2004 einen modernen Servicebetrieb mit 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übergeben. Gemessen an der österreichischen Einwohnerzahl ist der BVÖ der größte Bibliotheksverband Europas und erbringt für seine Mitglieder Serviceleistungen, von denen andere Länder nur träumen können.

De mortuis nil nisi bonum – Über die Toten sagt man nur Gutes. Dies fällt im Falle Franz Paschers leicht. Hatte er keine Schwächen? Natürlich hatte er sie. Er wollte auch gar kein Heiliger sein, denn mit den Heiligen hatte er es nicht, schon gar nicht mit den Scheinheiligen. So fuhr er – viel zu – schnell Auto, war der deftigen Seite der österreichischen Küche innigst zugeneigt (ein Schweinsbraten musste fett sein) und Austrianer werden mokieren, dass er dem falschen Verein (Rapid) verfallen war; aber seine größte Schwäche war in Wahrheit seine größte Stärke – seine Schwäche für Menschen: Scheinbar bemerkte er kleinere Fehltritte und größere Fehler von Mitarbeitern und Kollegen nicht, in Wirklichkeit überging er sie in Kenntnis unserer aller Unzulänglichkeit generös und gab jeder und jedem eine neue Chance. Durch seine berufliche Arbeit setzte er Maßstäbe, aber speziell in seinem Umgang mit Kolleginnen und Kollegen blieb er unerreicht.

Wenn ich nun als Generalsekretär des Weltverbandes der Bibliotheken in meinem Büro in Den Haag sitzend an die Jahrzehnte, in denen ich mit Franz intensiv zusammenarbeiten durfte, zurückdenke, so weiß ich, dass Franz Pascher ein Glücksfall für mein Leben war, er war mein erster Vorsitzender im Büchereiverband, mein Lehrer und Förderer, dann später mein Berater und – ich sage es mit Stolz und Tränen in den Augen – mein väterlicher Freund. Von niemand anderem habe ich mehr gelernt und mit ganz wenigen habe ich mehr gelacht.

Danke!

Gerald Leitner

Generalsekretär des Weltverbandes der Bibliotheken, IFLA

 

Einige Gedanken zum Ableben von Franz Pascher
von Hans Lettner

„Franz, erklär uns bitte die Pleiaden und den Sternenhimmel!“

Dies war der Wunsch vieler Bibliothekarinnen und Bibliothekare an Franz Pascher.
Als Franz Pascher im Jahr 1982 den Vorsitz im BVÖ übernahm, war er mir (damals Leiter der Stadtbücherei Salzburg) und wahrscheinlich auch anderen weitgehend unbekannt.
Doch bald stellte sich heraus, welch besondere Persönlichkeit Franz war.
Die Bedürfnisse der ehrenamtlich als auch der hauptberuflich geführten Büchereien waren ihm stets ein besonderes Anliegen.
Viele Aus- und Weiterbildungsseminare im bifeb in St. Wolfgang durfte ich mit ihm gemeinsam leiten.
Seine fachliche Kompetenz und sein umwerfender Humor prägten diese Seminare, wobei sein besonderer „Lacher“ aus manch heikler Situation, besonders bei Prüfungen, erlöste.
Persönlich ist mir noch gut eine Bibliothekstour mit Franz durch deutsche Städte in Erinnerung, bei der wir das österreichische Büchereiwesen vertreten durften.
Ich war gerade in Köln, als mich die Nachricht von seinem Ableben erreichte. Diese traf mich besonders, da ich mit Franz auf dieser Reise damals in Köln ein besonders lustiges Erlebnis hatte.
Andere vor mir haben schon erwähnt, wie sehr Franz Pascher das österreichische Büchereiwesen mitgeprägt hat. Ich kann mich dem nur anschließen.

Also, lieber Franz: „Erklär uns die Pleiaden und den Sternenhimmel!“, den Du jetzt wahrscheinlich aus einer anderen Perspektive siehst.

Hans Lettner

Ehrenmitglied des Büchereiverbandes Österreichs 

 

Erinnerung an Franz Pascher 
von Karin Mair

„DAS, WAS EINEN MENSCHEN WIRKLICH AUSMACHT, LÄSST ER ZURÜCK, WENN ER GEHT“

Ich durfte Dr. Franz Pascher erstmals 1992, also vor mehr als einem Vierteljahrhundert, begegnen.

In meinen bibliothekarischen Anfängen war er mehr als nur ein paar Mal Retter in fachlicher Not.

Im Laufe der Jahre konnte ich ihn persönlich in sehr vielen verschiedenen Funktionen erleben. Ob als Vorsitzenden des Büchereiverbandes, ob als Prüfer bei meiner Ausbildung oder zu meiner anfänglich großen Irritation: als Mitglied meiner Kursteams in ungezählten Ausbildungswochen für ea. und nb. Bibliothekarinnen und Bibliothekare in Strobl. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war mir Franz zum Freund geworden. So viele Begegnungsorte kommen mir in den Sinn bis hin zu Vorstandssitzungen, in denen wir meist nebeneinander gesessen sind.

Ich sinne schon sehr lange darüber nach, was diesen Menschen für mich so besonders hat werden lassen. Zuallererst denke ich an seine Bescheidenheit. Er war in jeder seiner Funktionen so unaufgeregt verlässlich. Er bezog seine Autorität nie aus seinem jeweiligen Amt oder Titel, nein, er war für mich immer Autorität auf Grund seines ungeheuren Wissens und seiner Herzlichkeit. Er verkörperte für mich in allem eine unglaublich große Bandbreite. Er war: Geisteswissenschaftler, welcher die Naturwissenschaften liebte. Germanist, der für aktuelle Sachbuchbestände in Bibliotheken die Lanze brach. Begeisterter Modellbauer, Feinmechaniker,  also Meister der kleinen Dinge und mit Leib und Seele Hobbyastronom und somit in den Weiten des Weltalls daheim.

Dies alles hat wohl  auch in seiner Art zu leben und zu arbeiten seinen Niederschlag gefunden. Ich habe Franz Pascher als äußerst hilfsbereiten und unendlich arbeitsamen und gut strukturierten Menschen kennengelernt.

Lieber Franz! Ich danke dir aus ganzem Herzen dafür, dass sich unsere Wege gekreuzt haben und du so bereichernd für mich warst. Nicht zuletzt durch deinen tollen Humor. Du hast zu den ganz besonderen Menschen gehört, bei denen Reden und Tun eins waren. Du warst ein Fels in der Brandung!

Wenn ich künftig Trost und Rat brauchen werde und du bist nicht mehr da, um mir zuzuhören und darüber zu reflektieren, dann werde ich es unter anderem mit deinen geliebten Monty Pythons und deren „Galaxy Song“ versuchen. Dann nehme ich mich und meine Sorgen vermutlich nicht mehr ganz so wichtig. Vielleicht war ja das dein Geheimnis …

Karin Mair

Leiterin der Stadtbücherei Ried im Innkreis

 

Persönliche Gedanken zum Ableben von Franz Pascher
von Paula Thalbauer

Erstmals begegnet bin ich Dr. Pascher, als er Volksbildungsreferent im MA Wien war. Als Vorsitzender des BVÖ gab es dann eine berufliche Zusammenarbeit. Dr. Pascher läutete im BVÖ eine neue Ära ein, getragen von einer breiteren Mitwirkung der Gremien. Der BVÖ musste durch turbulente Zeiten. Dr. Pascher in seiner ruhigen sachorientierten Art gelang es, den BVÖ so zu positionieren, wie er sich heute präsentiert. Es gab nie ein lautes Wort, er hatte ein unwahrscheinliches taktisches Talent, seine Argumente durchzubringen. Seine Ratschläge auch für mein eigenes Berufsleben waren für mich sehr wertvoll. Ein besonderes Anliegen war ihm die Ausbildung der ha. und ea. MitarbeiterInnen. Er hatte für alle ein offenes Ohr, man konnte mit großen und kleinen Problemen zu ihm kommen. Durch sein technisches Know-how führte er die Bibliotheksarbeit in das digitale Zeitalter. Für mich persönlich war er ein unverzichtbarer Ratgeber und, ich kann sagen, Freund. Sein mitreißendes Lachen wird mir im Ohr bleiben. Ich verliere mit ihm einen Wegbegleiter, auf den ich mich immer verlassen konnte.

Lieber Franz, Du wirst mir und vielen anderen sehr fehlen! Ruhe in Frieden.

Paula Thalbauer

Ehrenmitglied des Büchereiverbandes Österreichs 

 

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