Sehr geehrter Herr Mag. Leitner!
Ich danke Ihnen für Ihr Schreiben vom 1. September 2008 und der Möglichkeit zu einer Stellungnahme des BZÖ.
18 von 27 EU-Staaten haben ein Bibliotheksgesetz, Österreich gehört nicht dazu. Die Popularität des Lesens hat vermehrt Konkurrenz durch TV und Computerspiele bekommen, die PISA-Studie beweist, dass sich all das leider schon bei Jugendlichen auf die Lesekompetenzen auswirkt.
Im Zeitalter des Internets haben Bibliotheken der elektronischen Informationsquelle Platz machen müssen. Informieren, recherchieren beginnt heutzutage meistens am PC, auch viele Bücher und Quellen sind bereits digitalisiert. Die Wichtigkeit von Bibliotheken als Ort der Begegnung, wo man lernen und sich austauschen kann, wo Zeugen kulturellen Erbes Einblick in die Geschichte gewähren, ist allerdings nach wie vor gegeben.
Das BZÖ unterstützt die Schaffung eines gemeinsamen organisatorischen Daches, welches die zentralen Belange des Bibliothekswesens wahrnimmt und vertritt und österreichweit Standards festlegt, ebenso forcieren wir eine ausreichende Finanzierung. Betreffend der Gestaltung des Bibliotheksgesetzes ist es nötig, dass in der nächsten Legislaturperiode rasch eine Diskussionsrunde einberufen wird, um eine diesbezügliche Lösung zu finden.
In der Hoffnung, Ihnen Ihre Fragen ausreichend beantwortet zu haben
verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
LH Dr. Jörg Haider Bündnisobmann
3. September 2008 |