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Viele neue Bibliotheken an Österreichs Fachhochschulen – von Zweckbauten und Aushängeschildern
Christian Kieslinger
Das österreichische Bibliothekswesen hat mit der Gründung der Fachhochschulen eine Vielzahl neuer Akteure gewonnen. Die erste Fachhochschule begann 1994 mit dem Lehrbetrieb und in den folgenden Jahren wurden daraus 16. 13 Fachhochschulen haben eine eigene Bibliothek die professionell geleitet werden und den Kriterien einer wissenschaftlichen Bibliothek entsprechen. An den meisten Standorten ist in der Gründungsphase noch wenig über die zukünftige Rolle einer Bibliothek nachgedacht worden. In St. Pölten etwa wurden die Bücher in den Anfangsjahren noch in einem Schrank im Sekretariat untergebracht und ausgegeben. Dieses Provisorium genügte jedoch bald den Anforderungen in keiner Weise mehr. Um die Entwicklung der Fachhochschulbibliotheken verstehen zu können ist auf ein Charakteristikum hinzuweisen: das österreichische Fachhochschulwesen zeichnet sich durch seine Heterogenität aus, je nach Standort gibt es eine unterschiedliche Trägerschaft (Land, Gemeinde, diverse Organisationen). Dadurch entwickelte sich auch das Bibliothekswesen sehr unterschiedlich. Jedoch fast allen gemein ist das Ziel eine moderne wissenschaftliche und serviceorientierte Bibliothek zu haben. Durch das rasche Wachstum benötigten die Fachhochschulen bald neue Gebäude und in dieser "zweiten Phase" nach der Gründungsphase wurden erstmals auch die Bibliotheken mit größeren Räumlichkeiten bedacht. So auch in St. Pölten, im Sommer 2007 übersiedelte die Bibliothek in den Neubau der Fachhochschule. Diese Neubauten für österreichische Fachhochschulbibliotheken und im Speziellen die Situation in St. Pölten ist Thema des Vortrages. Anhand mehrer Beispiele wird die bauliche Situation analysiert, besonders gut gelungene Beispiele anhand von Fotos gezeigt. Schließlich sollten auch Mängel in der Planung und Realisierung thematisiert werden.
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